Paddlerherz was willst du mehr....
Wenn es monatelang schneit, viel Schnee bis in den Mai liegt und dann auf einmal Petrus uns 30°C beschehrt, findest du Alles, was du für ein super Wochenende in den Alpen brauchst:
Strahlend blauer Himmel, weiße Berge, blühende Wiesen und Wasser ohne Ende. Aus allen Richtungen strömte das Schmelzwasser den Bächen entgegen. Die st. Salza war so eine richtige Wonne. Von der Klause ging es Richtung Wildalpen über kleine Schwelle bevor sich der Camingplatzschwall durch ein lautes Getöse ankündigte.
Leicht zu Fahren, denn der Block nach dem Schwall war total überspühlt, ging es gen Fachwerk. Hier traf ich vier nette Kajakfreunde aus Bayern, denen ich mich gern anschloß. Im Lawinenschwall war so viel Wasser, daß man ohne Kehrwasser, einfach durchfahren konnte. Viel zu schnell kam das Paradies in Sicht, denn kurz danach war dieses Vergnügen schon zu Ende.
Sonntag dann die Saalach, gleiches Bild, gleicher Wasserstand. Allein setzte ich in Saalfelden ein um Kilometer bis nach St. Martin zu fressen. Dann die schöne Strecke bis nach Lofer. Nach einer kurzen Pause, gings zur Einsatzstelle nach Au. Gemeinsam mit 4 Böhmen, die in einem Gummiboot ihr Glück versuchten, startete ich. Gewaltig viel Wasser, kurz nach der Brücke ging es ohne Berührung den ersten Schwall hinunter. Die anschließende Blockstelle konnte ich rechts kneifen. Das Wasser kochte ganz schön, volle Konzentration, denn nach kurzer Zeit wird es eng. Die Tschechen schießen gegen einen Block und drehen sich. Ich wähle den Weg links, es geht super. Ich muß feststellen, daß im Sommer diese Stelle viel schwerer zu fahren ist. Weiter geht es nach Unken und Schneizelsreuth, jeder Schwall ein Genuß und ein bischen Wehmut, denn viel zu schnell geht so ein Wochenende zu Ende.
Abgerundet wurde dieses Alpen-Highlight mit einer 60 km langen Mountainbiketour rund um die Reiteralp. Zeitiges Aufstehen lohnt sich, denn der Weg nach Hirschbichl ist sehr steil und schweißtreibend.
