In Alaska auf dem Yukon


In Alaska auf dem Yukon unterwegs
Der erste Versuch nach Tanana eine Insel zum Übernachten zu finden, ging voll daneben. 
Bis zu den Knien versanken wir im Matsch. Um wieder ins Wasser zukommen mußten wir uns mit Holzstücken kleine Stege bauen.


Also weiter suchen. 68 Kilometer nach Tanana dann der nächste Versuch anzulanden. Während Andreas und Wolfgang schnell auf der kleinen Insel waren, packte mich wieder das Pech. Wieder bis an die Knie im Schlamm. Trotz allem auf dieser Insel wurden die Zelte aufgeschlagen.
Kurze Zeit später kreiste ein Wasserflugzeug mehrere Male über unserer Insel, bevor es hinter der nächsten größeren Insel wasserte.


Am nächsten Morgen fanden wir einen kleinen glasklaren Bach, welchen wir sofort zum Wasserpumpen nutzten. Auch heute gestaltete sich die Camp-Suche als schwierig.
Bei km 190, auf dem Yukon, erreichten wir Ruby. Ein kleiner Rundgang im Ort und wir hatten sowohl den Store als auch das Wasch- und Duschhaus gefunden. Für das Trinkwasser brauchten wir hier diesmal nichts zu bezahlen.
Vor Ruby sahen wir das bisher größte Fischrad. Direkt nach Ruby dann aber auch die letzten Fischräder. Leider waren sie alle noch nicht in Betrieb.




Der 30. Juni war anfangs durch starken Gegenwind gekennzeichnet. Schon nach 13 km wurde an einem kleinen Bach Mittag gemacht. Schnell waren die vorbereiteten Butterbrote verzehrt, die Wasserflaschen wieder mit frischem Wasser aufgefüllt. Beim in die Boote einsteigen, stellte ich das Fehlen meiner Trinkflasche fest. Am morgen hab ich wohl nicht, wie sonst immer, festgebunden. Pech gehabt.
Aber nicht nur ich hatte heute Pech. Andreas traf es noch schlimmer. Er hatte plötzlich Wasser im Boot. Ist die Trinkflasche ausgelaufen? Nein, beim ablegen vom steinigen Ufer, hatte sich das Tape, mit dem er diverse Löcher geflickt hatte, gelöst. Also wieder ans Ufer, das ganze Gepäck aus dem Boot. Alles wieder trocknen und anschließend das Boot flicken.
Dass man in der Wildnis nicht alleine und unbeobachtet ist, merkten wir auch sofort. Kaum hatten wir das Gepäck rund um das Boot verteilt, kam auch schon ein Motorboot direkt auf uns zu gefahren und uns wurde freundlich Hilfe angeboten. Nach einer knappen Stunde war das Boot geflickt und wir wieder Richtung Galena unterwegs.


Fortsetzung folgt
Detlef
