Die letzten Tage auf dem Yukon in Alaska


Am 01.07. erreichen wir Galena. Nachdem die Boote an Land gezogen sind, geht es wie immer in den Ortschaften auf die Suche nach den Lebensmittelgeschäften.


Direkt an unserer Aussatzstelle am "Fish and Wildlife Service" treffen wir Brad, der im Canadier (Wenonah Minnesota II) mit seinem Huskie unterwegs Richtung Beringsee ist. Er weißt uns sofort in den Ort ein. Dadurch finden wir den Generalstore sofort. Auch eine kleine Snackbar ist schnell gefunden. Hamburger mit Pommes, endlich mal wieder was anständiges zu essen. Dazu gibt es eine Dose MGD für 4 US-Dollar.

Frisch gestärkt geht es anschließend Richtung Flugplatz. Auch hier fällt die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit auf. Schon nach kurzem Fußweg hält das erste Fahrzeug an und nimmt fährt uns direkt zur Airline. Schnell sind unsere Flugplätze ab Kaltag reserviert. Auf einen Pickup aufgesessen geht es Richtung Yukon zurück.

Die Wasservorräte noch schnell aufgefüllt, ein kurzes Gespräch mit Brad, der die Nacht noch in Galena verbringen will, und schon geht es wieder in die Boote. 27 km weiter wieder eine schöne große Sandinsel. Wir bauen das Lager auf.




Am nächsten Morgen treffen wir Brad wieder und fahren ein Stück gemeinsam.
An Koyutuk fahren wir vorbei. In Nulato halten wir wieder an, um festzustellen, das der Generalstore geschlossen ist. National Feiertag in den USA. Trotzdem kurz Mittagessen, dann geht es wieder weiter. Gerade in den Booten, hören wir hinter uns lautes Geschrei. Ein Alleinpaddler aus Tokyo mit seinem Faltboot winkt uns zu. Ein kurzes Gespräch und wir sind wieder unterwegs.
Die letzte Nacht in der Wildnis steht an. Doch beim ersten Anlandeversuch versinken Andreas und ich bis zu den Knien im Schlamm. Nachdem wir auch noch frische Bärenspuren am Ufer sahen, gab es nur eins: Weiterfahren.








Am nächsten Morgen, unser Ziel schon vor Augen, treffen wir auf den ersten Schwarzbär (zum Glück weit weg) unserer Tour. In Kaltag angekommen, sind wir sofort Mittelpunkt.


Ein Tag noch bis unser Flugzeug geht. Wir entschließen uns, auch dem Flugfeld zu übernachten. Doch es kommt anders. Durch die Einwohner werden wir gewarnt. In der letzten Zeit wurden dort mehrere Bären gesehen und auch geschossen. Wir verlegen unser Camp dann doch lieber in den Ort. Hier werden wir von Darell W. Semaken eingeladen in seinem Holzhaus zu Übernachten. Wir nehmen freudig an. Als Gegenleistung überlassen wir ihm unsere Boote, die schnell in der Familie verteilt sind.
Am nächsten Tag geht das Warten auf unser Flugzeug los. Endlich mit drei Stunden Verspätung taucht unsere Maschine auf. Unser zahlreiches Gepäck wurde verstaut und schon startete die Maschine Richtung Fairbanks. Nach einer Zwischenlandung in Nulato trafen wir abends in Fairbanks ein. Wolfgang zog es die letzten beiden Nächte in ein Campground, Andreas und ich zogen ein Bed and Breaksfast Hotel vor. Auch die letzten zwei Tage vergingen wie im Flug. Ein einmaliger Urlaub, quer durch Alaska, mit insgesamt 1.440 gepaddelten Kilometer (mit GPS gemesssen) ist zu Ende.
Hier die letzten Bilder.
